berühmte Pelzls
oder
wussten Sie schon, was ein Pelzelnameisenschlüpfer ist?


František Martin Pelcl
(Franz Martin Pelzel)

* 11. 11. 1734 in Reichenau an der Knieschna, † 24. 2. 1801 in Prag

Pelcl studierte bei den Jesuiten, später in Prag Philosophie, Theologie und Recht. 1757 setzte er sein Studium der Ästhetik und Geschichte in Wien fort. 1761 bis 1769 arbeitete er als Erzieher beim Grafen Sternberg, Nostitz und weiteren Familien. Seit 1773 lehrte er in Wien Tschechische Sprache und Geschichte. 1793 ging er nach Prag und wurde zum ersten Professor des neu eingerichteten Studiengangs der tschechischen Sprache und Literatur an der Karls-Universität Prag ernannt. Diese Ernennung brachte ihm gleichzeitig ein hohes Ansehen bei den tschechischen Patrioten ein.
(Zitat aus Wikipedia)

Pelcl bezeichnet sich selbst als Tscheche: "...als ein geborener Böhme erlernte ich das deutsche erst in meinem erwachsenen Alter." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

Hier finden Sie die Vor- und Nachfahren von Franz Martin Peltzel (originale Schreibweise im Taufbuch)

Joseph Bernhard Pelzel
Edler von Pelzeln
*9.8.1745, † 1809(?) [Sohn Joseph, geb. 1745 in Linz, Niederösterreichischer Appellationsrat]

Er war als Regierungsrat in Wien tätig und war zudem bekannt als Verfasser mehrerer "gelungener Lust- und Trauerspiele":
Zu seinen Werken gehören „
"Die bedrängten Waysen“,
„Die Waysen“, „Die Hausplage“, (alle 1770) I
"Die lustigen Abenteuer an der Wienn“ (1771), eine Bearbeitung der „Merry Wives of Windsor"
"Das gerächteTroja" (1780)
"Yariko" (1780), Trauerspiel, Libretto zur Oper, 01.06.1771 im Wiener Burgtheater uraufgeführt
(siehe Dissertation Isabel Kunz, München 2007)


Pelzel von Pelzeln, August

österr. Zoologe, Ornithologe, * 10. 5. 1825 Prag, † 2. 9. 1891 Döbling (heute zu Wien)
Enkel von Joseph Bernhard Pelzel Edler von Pelzeln

August v. Pelzeln sammelte 40 Jahre lang Säugetier- und Vogeltypen für das Kaiserliche Museum von Wien. 1857 übernahm er von Johann Natterer die Position des Kustos und hielt diese Stelle bis 1888 inne. Insbesondere beschrieb er 343 Vogelarten, die Natterer von seiner Expedition nach Brasilien im Jahre 1822 mitgebracht hatte. Von Pelzeln ist der Autor von „Ornithologie Brasileiras“ (1871) und „Beiträge zur Ornithologie Südafrikas“ (1882).

Vom 30. April 1857 bis zum 30. August 1859 gehörte August von Pelzeln neben Ferdinand von Hochstetter (1829–1884), Georg von Frauenfeld (1807–1873), Franz Steindachner (1834–1919), Ludwig Redtenbacher (1814–1876) und Johann Zelebor (1819–1869) zu den Wissenschaftlern, die an der Weltumseglung der österreichischen Fregatte Novara teilnahmen. Die Expedition wurde von Erzherzog Ferdinand Maximilian von Österreich gefördert und von Kommodore Bernhard von Wüllerstorf-Urbair (1816-1883) geleitet. Die Reiseroute führte von Triest über Gibraltar nach Rio de Janeiro, bei Kapstadt ums Kap der Guten Hoffnung weiter über die Amsterdam-Insel, Sankt-Paul-Insel nach Indien, Java, Philippinen, Australien, Neuseeland, Tahiti, Valparaíso, um Kap Hoorn herum zurück nach Europa. Über diese Reise verfasste von Pelzeln ein Werk mit dem Titel Reise der österreichischen Fregatte Novara um die Erde in den Jahren 1857, 1858, 1859 unter den Befehlen des Commodore B. von Wüllerstorf-Urbair (1864-1875).

August von Pelzeln beschrieb erstmals Vogelarten wie die Weißflügel-Nachtschwalbe (Caprimulgus candicans), den Pelzelnameisenschlüpfer (Myrmotherula assimilis), den Graustirnschlüpfer (Synallaxis frontalis), das Kapuzenpfäffchen (Sporophila melanops) oder den Türkenkleiber (Sitta krueperi). Der deutsche Ornithologe Otto Finsch benannte den Pelzelnstar zu Ehren von August von Pelzeln.
(Zitat aus Wikipedia)

Nach meinen Recherchen nahm August v. Pelzeln nicht an der Weltumsegelung der Novara teil. Er zeichnete aber für die Auswertung der Expeditionsergebnisse im Bereich Vögel verantwortlich und verfasste dazu den Band Vögel der 21-bändigen Ausgabe der wissenschaftlichen Ergebnisse der Weltumseglung. Als österreichische Naturforscher nahmen nur Frauenfeld (Zoologe) und Hochstetter (Geologe) teil. Der Wikipedia-Beitrag ist demnach nicht korrekt. (s. auch D. G. L. Weiss, Wien 2009 )

Pelzel von Pelzeln, Fanny
(Franziska)
Pseud. Henriette Franz, Schriftstellerin, * 6. 12. 1826 Wien , † 12. 8. 1904 Wien
Pelzel von Pelzeln, Marie Pseud. Emma Franz, österr. Schriftstellerin, * 4. 12. 1830 Wien, † 25. 7. 1894 Wien

Schwester von Fanny und August, Der Großvater war Joseph Bernhard Pelzel, die Großmutter mütterlicherseits war die berühmte Wiener Schriftstellerin Karoline Pichler; Mutter Karoline v. Pelzeln, geb. Pichler

(Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)

Johann von Pelzel * 27.3.1830 in Verona, Vizeadmiral
Karl Pelzel Ritter von Staffalo Karl Viktor Franz de Pauly, *1. 4. 1824 in Zasmuky, † 5. 8. 1897 in St Egidi,
∞ Paula Pagliarucci von Kieselstein

° Karl, *1872, † 1904
° Ottokar, *1874, † 1957
° Franz 23. 2. 1877, † 1935 ∞
* Innsbruck 24.07. 1877, † 10.02. 1962

(die Informationen wurden u.a. freundlicherweise bereitgestellt von Klaus Pahlich, Wien)


Henriette Schrott-Pelzel
Edle von Staffalo

geb. Schrott, Schriftstellerin * Innsbruck 24.07. 1877, † 10.02. 1962
verh. mit Franz Ritter von Pelzel-Staffalo *23. 2. 1877, † 1935 (Vater: Karl Pelzl Ritter von Staffalo)

Henriette Schrott Pelzel (1877-1962) wuchs in einem weltoffenen Klima auf: die Mutter war eine Pionierin des Tiroler Tourismus und der Vater ein erfolgreicher Realitätenhändler. Geboren in Innsbruck verbrachte Henriette Schrott großteils ihres Lebens in Südtirol. Sie schrieb Lehrer-, Arzt- und Priesterromane, die in der damaligen Zeit besonders gerne gelesen wurden. Henriette Schrott wurde zu einer der wenigen Tiroler Schriftellerinnen von Rang und Namen. Das Porträt lebt von Eindrücken ihres Lebensumfeldes und bringt Auszüge aus ihrem literarischen Schaffen. (Zitat und Bild von Rai Bolzano)

Jakob Brunner, Tiroler Roman (1912)
Doktor Urthaler, Tiroler Roman (1916)
Vom Hochquell bis ins Tieftal, Tiroler Erzählungen (1916)
Peter Andersag, Tiroler Roman (1920)
Ahnenschuld. Tiroler Roman (1925)
Iduna Robiat, Historischer Roman aus Merans Vergangenheit (1928)
Geizkofler, Die Kleinfugger von Tirol. Kulturhistorischer Roman aus großer Zeit (1938)
Klaudi Geiser, Tiroler Roman aus der Zeit um 1800 (1939)


Emilie Schindler
geb. Pelzl

* 22. 10. 1907 in Alt-Moletein (Starý Maletín), † 5. 10. 2001 in Strausberg bei Berlin

Emilie Schindler geb .Pelzl war die Ehefrau von Oskar Schindler, mit dem sie zusammen etwa 1200 Juden vor dem Tod in den Vernichtungslagern der Nazis rettete.

Peter Pelzel Künstler * 1937 in Murano (Venedig)

Die Arbeiten in Glas von Peter Pelzel verbinden 2 verschiedene Traditionen der Glaskunst, beide von außergewöhnlichem Ansehen, die Venezianische und die Böhmische. Peter Pelzel wurde in Murano, Venedig, im Jahre 1937 geboren, sein Vater war der berühmte Kunstglasgraveur Franz Pelzel (1900-1974) aus Hutterndorf in Böhmen, ausgebildet in der Haidaer Schule, der zunächst nach Florenz und dann nach Venedig ging.